In Curaglia angekommen besuchten wir zunächst das Dorflädeli – Chinakohl und Zwiebeln für die Hütte und Kaffe und Gipfeli oder Pfirsich für uns – dann ging es gestärkt und mit etwas erschwertem Gepäck zur Medelser Hütte – wunderbar gelegen – nach einer kurzen Pause ging ein Teil der Gruppe direkt zum nahegelegenen See zum Baden – wir anderen gingen zum See über einen Umweg mit kurzer hübscher Kraxelei über den Piz Evla, den “Hüttenberg” (für den ursprünglich angedachten Piz Cashleglia reichte die Zeit an diesem Tag leider nicht mehr...).
Am nächsten Morgen ging es früh nach einem kurzen Fotoshooting durch die Hüttenwartin ;) los – wir erlebten einen wunderschönen Sonnenaufgang, als wir zunächst ein Stück ins Val Lavaz hinabstiegen um dann südwestlich durch ausgedehnte Blockfelder am Rest des Lavaz-Gletschers und einigen Seelein vorbei auf di Fuorcla Sura da Lavaz aufzusteigen – es gab eine Pause mit bester Aussicht in die Greina-Ebene, anschliessend stiegen wir durch weiteres Blockgelände auf der Südseite wieder hinab – auch hier malerische Seen, dann wechselten die Farben von Grau auf Grün, bevor wir die Greina-Ebene – diesmal auf etwas belebteren Pfaden – durchquerten Richtung Terri-Hütte. Doch zuvor nahmen wir noch ein paar zusätzliche Höhenmeter und überquerten den Muot la Greina - weglos und daher interessant – mit erneut schönem Ausblick – vor allen die Fauna hatte es der Gruppe angetan – konnten wir sogar in aller Ruhe Gänsegeier und andere Tiere beobachten. Wir stiegen zur Hütte ab – am Weg liessen wir die kalte Badegelegenheit im See natürlich nicht aus...
An Tag drei gingen wir nach einem kurzen Aufstieg über die neue Hängebrücke zum Pass Diesrut, dort verliessen wir den markierten Weg, umgingenden den Piz Ner auf dessen Westseite und stiegen zur Fuorcla Cotschna hinauf und machten uns dann an die Ueberschreitung des Piz Tgietschen, wandertechnisch eine kleine Herausforderung zumindest für einen Teil der Gruppe, Pause auf dem Gipfel mit genialer Aussicht, bevor es dann über eine kurze Kraxelstelle, erdige Pfade und schliesslich viel plattiges Gelände in die Fuorcla da Ramosa ging. Den Piz Cavel liessen wir aus und suchten uns stattdessen einen Weg durch Schuttflanken, Blockfelder und schliesslich Matten direkt zum Fil da Ramosa, dort gabs erneut ein paar Seelein zu bewundern und die uns bereits bekannte Aussicht aus etwas veränderter Perspektive. Über die Alp Ramosa, wo wir wieder auf markierte Wege gelangten, stiegen wir schliesslich nach Vrin ab – das letzte Stück entlang dem Fluss Glogn – auch hier liessen wir die Badegelegenheit im Fluss nicht aus.
Wir liessen die drei Tage bei Kaffee und Kuchen /mit Glace ausklingen, bevor sich ein Teil der Gruppe wieder per Postauto und Zug auf den langen Weg nach Biel machte, während die anderen noch Wandern / Ferien in Graubünden anhängten.
Es waren drei tolle Tage mit einer tollen Gruppe – herzlichen Dank an Myrta, Nadja, Delphine, Torsten, Sophie und Margret! TL Sabine :)